Geschichte
Hofmappe (von Johann Hackhofer vorbereitet)
Als Ursprung oder Kern des heutigen Kesslerhauses wird dieses Gebäude aus dem 10 JH angenommen, die römische Bauart (Stil) des Gebäudes beweist das Alter. Die Zeichnung zeigt die Straßenansicht und das Eingangsportal.
Erster Zubau (rot)
Baujahr unbekannt möglicherweise aber um 1400
Zweckbestimmung auch unbekannt
Das große Tor (es wurde in der Zwischenzeit einmal verkleinert) und die seit 1990 wieder freigelegte „schöne“ gotische Mauerumrahmung des Einganges mit beidseitigen Leitsteinen (um mit den Fuhrwägen genauer einzufahren)lassen schließen, daß es nicht für Stallungen sondern eher für Wohnzwecke erbaut wurde.
Zweiter Zubau (blau)
Baujahr vielleicht um 1500
Eingang auch wieder gotisch. Eine Rundstiege führte bis ins Unterdach. Eine anders, wie im Plan ersichtlich, in das vieltiefer liegende Erstgebäude, heute also Keller. Die sicherlich so gewollte, komfortablere Stiege forderte den Abbau der linken römischen Steinumrahmung. Doch das übrige ist noch sichtbar, auch von der Stiege. Die zwei Schlitzöffnungen (wozu sie dienten, müsste bei einem Fachmann erfragt werden) wurden zugemauert und da auch drei decken eingebaut wurden, ergab es Keller, Parterre und erster Stock. Im Parterre wurde ein kleines Fensterchen eingesetzt, im ersten Stock ein großes mit Kapitell und kunstvoller Umrandung. Um das Jahr 1900 (veranlasst durch den Bau der Eisenbahn durch das Pustertal) wurde der gänzliche erste Stock für eine Fremdenwohnung
Ab dem Jahr 1882 war der grün strichlierte Bereich nicht mehr überdacht, das beweist ein Balkenim Unterdach mit eben dieser Jahreszahl.
Das Gebäude wurde abgebaut bis auf 2 m Mauerhöhe und die Fläche wurde als Mistlege und Eingang zu den Stallungen sowie als Hintereingang zur Wohnung benutzt.
Die Stiege (grün) wurde abgerissen und die Öffnung zugemauert um den Stallgeruch auszusperren. Dafüt wurde von der schiefen Ebene ab ein Zugang für die Gäste geschaffen sowie ein Abort. Ein zweiter Zugang wurde vom Stadel aus für die Besitzersleute gemacht.
Dritter Zubau (gelb)
Gebaut um ca. 1940
Ebenerdig für die Landwirtschaft und für die Waschküche (damale im Aufkommen). Dadurch ergab sich die Frage, was man oben drauf machen könnte. Die Idee hatte ein Tischler: „macht eine Wohnung für die Sommergäste“, und gesagt, getan, der Pfusch wurde gebaut. Etliche Jahre ging es wohl gut, doch der aufkommende Wintersport verlangte wärmere Wohnungen und deshalb wurde sie wohl aufgelassen.
Dafür wurde die Wohnung (gelb) mit der Landwirtschaft (rot) umgewidmet, bzw. vertauscht und somit nach den Plänen des Winfried Theil und meinem Plan in Testa verwirklicht.
Der „0“ Punkt bzw. das Terrain war um 85 cm höher als der erste Zubau (rot) erfolgte. Das Terrain bzw. der Eingang beim zweiten Zubau (blau) war wiederum um 2 Stufen höher, zum heutigen (im Jahre 2006) vergleichbaren „0“ Punkt in der Färberstrasse N. 15 ist ein Unterschied von ca. 170 cm.
Beim Ausgraben des Kellers, nur in der Labe, mit Pickel und Schaufel im Jahre 1980 konnten die abwechselden Schichten Schotter, Lehm usw, gesehen werden, welche der Sextner Bach in diesen 1000 Jahren durch Überschwemmungen abgelagert hat.
Im Jahre 1935 ca. wurde die Sextnerstraße verlegt und deshalb auch die großen Unterschiede zum NULL Punkt.
Auszug aud der K.& K. Mappe von 1850 wo schon der Bau ersichtlich ist BP 126












